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Wachstumsbeschwerden ?!
Häufig sehe ich sportlich ambitionierte Kinder in der prä- und pubertären Phase ( 10 bis 14 Jahre ) in meiner Praxis mit Problemen an den Fersen, den Kniegelenken oder im Beckenbereich. Hierbei sind Jungen deutlich in der Überzahl. Oft haben diese Jugendlichen von ihren Eltern oder Großeltern gehört, es handele sich um “Wachstumsschmerzen”, die von alleine verschwinden würden. Leider sind auch viele Trainer dieser Meinung, so dass die Kinder unnötig unter Schmerzen spielen und trainieren - oft leistungsgemindert und frustriert.
Im Allgemeinen handelt es sich um Entzündungen der Wachstumszonen des Knochens im Bereich der Sehnenansätze ( Apophysen ) , bedingt durch Überlastung und adaptative Probleme insbesondere bei Schnellkraft intensiven Sportarten ( Ballsportarten Tennis u. ä. ). Begleitend bestehen häufig muskuläre Dysbalancen und eine eingeschränkte Flexibilität.
Zumeist ist dies kein Grund, mit dem Sport zu pausieren, vielmehr sollte der überlastete Bewegungsapparat mit physiotherapeutischen Maßnahmen sowie einer individuellen Trainingssteuerung ( Reduzierung des Trainingsumfanges und der -intensität, regenerative Einheiten ) therapiert werden. Auf keinen Fall aber sollten Injektionen in das erkrankte Gewebe erfolgen, ebenso kontraproduktiv ist eine längerzeitige Ruhigstellung der betroffenen Extremität mit resultierendem Verlust der Muskulatur. Da dadurch die protektiven Kräfte geschwächt werden, entwickelt sich nach erneuter Mobilisation das ursprüngliche Beschwerdebild um so schneller wieder.
Fazit : Der Jugendliche muß nach spezifischer Körperlicher Untersuchung und Statuserhebung möglichst individuell therapiert werden.
Diese Behandlungen führe ich schwerpunktmäßig durch, da solche adaptativen Störungen bei jugendlichen Leistungs- und Hochleitungssportlern eher die Regel sind.
Bei Fragen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung. ( Spezialsprechstunden : Dienstag und Freitag nachmittags )
Ihr Dr. Jürgen Harth
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